• Home ·
  • Allgemein ·
  • “Geplante Obsoleszenz”: Industrie reduziert absichtlich die Lebensdauer von Handys
  • 18Sep

    “Geplante Obsoleszenz”: Industrie reduziert absichtlich die Lebensdauer von Handys



    Was bedeutet “geplante Obsoleszenz”?

    Der Begriff Obsoleszenz stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie Überalterung, Unbrauchbarkeit. Wenn elektronische Geräte kaum die Gewährleistungsfrist überstehen, sich eine Reparatur nicht mehr lohnt oder nicht möglich ist, dann liegt der Verdacht nahe, dass die Industrie schon bei der Herstellung für die geringe Lebensdauer eines Produktes sorgt. Diese Vorgehensweise ist nicht legal, scheint aber dennoch immer häufiger praktiziert zu werden. Eingebaute “Sollbruchstellen” sind dafür verantwortlich, dass bestimmte Bauteile nur eine befristete Lebensdauer haben. Damit soll der Kauf ständig neuer Produkte angeregt werden. Ärgerlich, wenn das Handy bereits nach kurzer Zeit den Geist aufgibt. Bei einem Handy mit Vertrag hat der Verbraucher aber die Chance, das Handy gegen ein neues Gerät auszutauschen. So bleiben zumindest die finanziellen Konsequenzen erspart.

    Folgen der geplanten Obsoleszenz

    Während früher technische Geräte oft ein Leben lang intakt waren und reibungslos funktionierten, werden heute immer mehr Produkte hergestellt, die keine lange Haltbarkeit haben. Die Folgen sind vielfältig. Konsumenten müssen sich mit dem Problem auseinander setzen, ob sich eine Reparatur lohnt beziehungsweise überhaupt möglich ist. In vielen Fällen ist nicht nur das Gerät nicht mehr brauchbar, sondern auch das Zubehör muss ausgetauscht werden. Die geringe Lebensdauer von Akkus oder sonstigen Bauteilen in Handys sowie hohe Reparaturkosten sind dafür verantwortlich, dass mobiles Telefonieren die häufige Anschaffung neuer Geräte erforderlich macht. Nicht zu vergessen: die wachsenden Müllberge.

    Auch wenn der Kauf eines Handy mit Vertrag den Vorteil hat, dass das Mobiltelefon getauscht werden kann, bleibt die Entsorgung der Altgeräte ein kritischer Punkt. Handys enthalten Bauteile, die auf dem Müllberg schädlich für die Umwelt sind. Zudem darf in Zeiten sinkender Rohstoffe nicht übersehen werden, dass die Ressourcen knapp werden. Die Industrie profitiert dagegen davon, wenn laufend neue Geräte angeschafft werden müssen. Als Kaufaspekt sollte jedoch im Vordergrund stehen, dass der Verbraucher ein Produkt erwerben möchte, dass technische Neuerungen aufweisen kann. Fortschritt ja – geplantes Wegwerfen nein!

    So können sich Verbraucher schützen

    Am besten informiert man sich bereits vor dem Kauf. Unabhängige Verbraucherzentralen stellen Informationen bereit, die Aufschluss über die Lebensdauer von Handys und anderen elektronischen Geräten geben. Es muss übrigens nicht immer der Akku sein. Auch andere Bauteile können Schwachstellen sein. Und wenn schon entsorgt werden muss, dann sollten die Sondermüllsammelstellen genutzt werden.

    Bild-Quelle: arte, Dokumentation “Kaufen für die Müllhalde”



    Um auf dem neuesten Stand zu bleiben und keine News zu verpassen, könnt ihr entweder unseren RSS Feed abonnieren, unserem Twitter Account folgen oder Fan auf unserer Facebook-Fanpage werden.

    Über den Autor: Dodo
    Hobby-Pirat und Klabautermann, berufener IT´ler... geboren mit der Maus an der Hand, interessierte ich mich bereits in jungen Jahren für Technik und IT. Meine Lebensphilosophie: Es gibt 10 Arten von Menschen auf dieser Welt. Die die Binär verstehen, und die die es nicht tun.

  • http://www.murks-nein-danke.de/blog Stefan Schridde

    MURKS? NEIN DANKE! seitzt sich als bürgerschaftliche Organisation dafür ein, dass geplante Obsoleszenz öffentlich wird und ein Ende findet. Sei dabei und mach mit!
    Melde Murks und sage es weiter!

    Zahllose Produkte gehen kurz nach Ablauf der Garantie kaputt. Dieser Murks muss aufhören! Wir fordern nachhaltige Produktverantwortung der Hersteller! Wir machen Murks für alle sichtbar. Dazu brauchen wir viele Meldungen. Melde jetzt Deine Murkserlebnisse! http://www.murks-nein-danke.de