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  • 14Jul

    Unkonventionell: Defekte Hardware im Backofen reparieren!

    Kein Scherz! Wir geben euch Anleitung wie ihr eure defekte Hardware “GESUND BACKEN” könnt!

    “Einmal Schwarzwäldergrafiktorte – Kommt sofort!

     

     

    Der Ein oder Andere hat es mit Sicherheit schon mal gehört oder gelesen… defekte Hardware im Backofen reparieren? “Son Quatsch… oder doch nicht!?” Es funktioniert tatsächlich! Und wir geben euch die Anleitung dafür.

    Egal ob Grafikkarte, Mainboard/Motherboard, Netzwerkkarte oder auch Arbeitsspeicher – Wir backen diese einfach wieder ganz! Das ganze lässt sich auch auf Notebookhardware übertragen – zum Beispiel MMX Grafikkarten, Wlankarten etc.!

     

    Tipp: Die Mikrowelle ist keine so gute Idee ;)

     

    [box type="warning"]ACHTUNG! Bitte wendet diese Anleitung nur bei DEFEKTER Hardware an, vorzugsweise Hardware, welche auch außerhalb der Herstellergarantie ist. Die Herstellergarantie geht andernfalls natürlich verloren! Zudem nehmen wir keine Haftung oder Garantie für den Erfolg oder Misserfolg dieser Anleitung![/box]

    Im Computerbereich ist alles vergänglich – so natürlich auch unsere geliebte Hardware. Aus heiterem Himmel stürzt der PC ab, startet nicht mehr oder es kommen nur noch Grafikfehler. Doch nicht immer muss die Hardware gleich entsorgt werden! Oftmals handelt es sich bei den vermeintlichen “Schäden” lediglich um kalte Lötstellen oder Korrosion auf den Leiterbahnen. Es geht hier nicht um das Schmelzen von Lötzinn, sondern um das Ausdehnen bei Hitze und somit das Sprängen von eventuell vorhandenen Korrosionen.

     

    Wie wird’s gemacht?

    Vorbereitungen:

    Wichtig ist, dass ihr möglichst alle Plastikteile und Papierchen/Kleber an eurer Hardware entfernt, d.h. bei der Grafikkarte z.B. den Kühler demontiert, Lüfteranschlüsse abzieht etc. Die Anschlüsse für den Monitor zum Beispiel schmelzen erst bei höheren Temperaturen, somit solltet ihr hier kein Problem mit dieser Anleitung bekommen. (Natürlich ohne Gewähr!)

    Der Backofen sollte bereits vorgewärmt werden, bevor ihr die defekte Grafikkarte oder ähnliches hinein legt. Genau wie bei einer Tiefkühlpizza ;) Am besten schaltet ihr Unter- und Oberhitze an, wenn vorhanden auch Umluft um das beste Ergebnis zu erzielen. Die Hardware sollte in der Mitte platziert werden. Ein Backofengitter ist einem Blech vorzuziehen, einfach um eine gleichmäßigere Erhitzung zu gewährleisten.

     

     

    Die Temperatur:

    Es gibt unterschiedliche Erfolgsergebnisse bei unterschiedlichen Temperaturen. Idealerweise fangen wir bei 100 – 130 Grad an und testen uns bei Misserfolg weiter hoch:

    100 – 130 Grad -> Hier werden die meisten Erfolge bereits erzielt.

    130 – 160 Grad -> Was bei den ersten Temperaturen nicht funktioniert hat, funktioniert dann fast immer mit diesen Temperaturen.

    160 – 200 Grad

     

    Temperaturen über > 200 Grad -> Es gab schon Fälle bei denen tatsächlich erst ein Backen bei über 200 Grad erfolgreich war. Wir empfehlen diese hohen Temperaturen nur im Extremfall zu nutzen. Ein Mainboard sollte man aufgrund der vielen Plastikelemente eventuell nicht bei diesen Temperaturen in den Backofen schieben! Im Zweifelsfall hilft eventuell auch ein zweites Backen bei niedrigeren Temperaturen.

     

    Auch beim Backen von Hardware gilt: Weniger ist manchmal mehr! Fangt nicht gleich an eure Hardware bei 200 Grad zu backen!

    Tipp: Packt eure Hardware in Alufolie ein, damit wird die Hitze besser konzentriert, zudem… wer will schon Frittenfett an seiner Grafikkarte haben!?

     

    Jetzt geht´s los!

     

    “Ab mit dir in den Backofen du Sau! :)

     

    Vorgeheizt? Keine 300 Grad eingestellt? – Dann können wir ja loslegen. Hardware in den Backofen und jetzt… warten -.-

    Im Normalfall reicht ein Backen von ca. 30 Minuten. Ihr könnt es zu erst auch gerne mit nur 20 min probieren. Probieren geht über studieren!

    Zum gleichmäßigen Abkühlen solltet ihr die Grafikkarte oder Mainboard etc. erst mal im Backofen lassen mit geöffneter Türe, damit die Lötstellen nicht zu schnell abkühlen, das  könnte sonst zu Haarrissen oder kalten Lötstellen führen, da sich das Material wieder zusammen zieht! Wartet ca. 5 – 10 Minuten, dann  entnehmt die Hardware und lasst sie weiter abkühlen bis sie handwarm ist.

     

     

     

    Die Stunde der Wahrheit! Probiert aus, ob eure defekte Hardware wieder funktioniert – wenn’s nicht funktioniert hat, probiert’s einfach nochmal mit erhöhter Temperatur!

    Und zu guter letzt! Einfach freuen ;)

     

     

    Toll wäre natürlich wenn ihr postet wie eure Erfahrungen sind, wenn’s ums Backen von Grafikkarten etc. geht -> bei welcher Temperatur hat’s funktioniert? Gabs sonstige Probleme?

    Ansonsten freuen wir uns wenn wir euch damit helfen konnten ein paar Euronen zu sparen!

     

     

    Arrrgh! derBlogPirat

     

     

     



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    Über den Autor: Dodo
    Hobby-Pirat und Klabautermann, berufener IT´ler... geboren mit der Maus an der Hand, interessierte ich mich bereits in jungen Jahren für Technik und IT. Meine Lebensphilosophie: Es gibt 10 Arten von Menschen auf dieser Welt. Die die Binär verstehen, und die die es nicht tun.

  • Pingback: Mainboard backen...

  • Jacky

    Danke für die Anleitung hat funktioniert leider ist mir während des Backvorganges einer der vielen Kondensatoren Geplatzt … den einfach ausgetauscht und siehe Da meine altes board und sein P3 ist gerettet und kann weitere jahre seinen dienst als dateiserver erfüllen

    • http://www.blogpirat.de/ Dodo

      Freut mich zu hören! :)
      LG dodo

  • Gallvi

    Vielen Dank!

    Lappi Sony Vaio läuft wieder. 15 Minuten bei ca 110°C :)

  • DrSeltsam

    Super hat bei meinem Acer Aspire 5535 geklappt. Das Notebook hat sich nach mehrmaligen Abstürzen verabschiedet und ist nicht mehr Hochgefahren (Anfangs ging es noch ab und zu).
    Das Notebook fuhr nicht mehr hoch, nur die LED leuchtete und der Lüfter war für einige Sekundne zu hören. Ausschalten mit gedrücktem Schalter ging auch noch. Alle anderen Bauteile (RAM, CPU, etc.) waren in Ordnung, daher hab ich mal diesen Tip versucht.
    15 min bei 130° und das Notebook geht wieder :D

    Dankeschön :)

  • werkel

    confirmed!
    habe gestern 2 alte sony vaio notebooks frisch aufgebackt.

    mainboards jeweils bei 150°C, 30 minuten, umluftherd.

    sehr geil liebe leut…

  • wasa

    Tolle Sache, hab ich noch nie vorher gehört. Aber kann mir mal einer erklären, was dem zugrunde liegt? Durch was muss die Hardware defekt gegangen sein, damit das funktioniert? Denn: wenn ich das MB auf den Boden schmeiß hilft backen sicher auch nicht mehr…

    • http://www.blogpirat.de/ Dodo

      Klar, einen Sturz kann man nicht reparieren, auch einen Kurzschluss oder durchgebrannte Komponenten durch Überspannung sind so nicht zu reparieren.

      Im Grunde ist es relativ einfach. Im Lötsin können sich Korrosionen im laufe der Zeit bilden, welche einen ähnlichen Effekt wie eine getrennte Verbindung oder “kalte Lötstelle” erzielen -> die Hardware funkioniert gar nicht mehr oder nur zum Teil, zum Beispiel Bildfehler. Bei Grafikkarten finden sich die Fehler meist im Grafikspeicher oder Grafikprozessor. Hier befinden sich vorallem Lötstellen die starken Temperaturschwankungen ausgesetzt sind und deshalb häufiger diese Problematik aufweisen. Durch das starke erhitzen werden die Korossionen “gesprengt”, da sich das Material sehr stark ausdehnt. Ein neuverlöten ist es allerdings nicht, dazu ist ddie Temperatur zu gering, das würden Komponenten wie Kondesnatoren auch garnicht aushalten, diese würden einfach Platzen.

      LG Dodo

  • Ray

    Hat Super geklappt, habe mein Mainboard in einem Gas ofen bei 150° gebacken. Am besten auf der Höchsten Schiene legen und mit Alu Bällen Aufbocken. 25 Min.

  • Gerd

    Hallo

    Ich habe mein Mainboard Asus Z92T bei 130 C° 15 min im Ofen gebacken und nach dem Einbau : ” Siehe da alles funktioniert bestens”. Ich habe sogar über “dxdiag” die Grafikarte getestet. Alles super. Kann die Methode nur empfehlen.

    MfG
    Gerd

  • x_puma_x

    Hammer.
    Ich habs erst auch nicht geglaubt, dass das funktioniert.

    Nachdem Streifen im Bild und alle möglichen anderen Fehler auf einen Grafikkartendefekt hingewiesen haben und “Video Memory Stress” das dann auch bestätigt hat, habe ich es einfach mal versucht.

    Nach 30min bei ~120*C funktioniert die “nVidia GeForce Go 7600″ aus dem “Toshiba Satellite A100-491″ wieder tadellos.

    Vielen Dank nochmal für den hilfreichen Tip!

  • Easier

    Ich hatte auch heute ein Mainboard eines Samsung Notebooks im Ofen, 25 min bei 110°C, Umluft und in Alu-Folie haben gereicht.
    Läuft… Hätte ich nie gedacht.
    Danke für die Beschreibung und die Tipps.

  • derhecht

    mm, auf jeden fall nicht nahtlos auf hifi-technik übertragbar. grad nen harman/kardon tuner dahingeschmolzen…

  • Pingback: Verfluchter tempomat... : Audi A4 8D

  • Fabian Sigrist

    iPhone 4S mit WLAN-Problemen, 20 min bei 65° im Backofen und geht nun wieder.

  • Zero

    Auch ich bin total begeistert vom Backen. 120° Umfluft 25min, läuft Alles wieder tadellos. Es war ein Mainboard von einem alten Sony Vaio Notebook.

    Einfach nur toll!

  • Daniel

    super geil :) hab grad meine nvidia geforce gtx 675m in den backofen gesteckt. hab immer bluescreens gehabt sobald ich grafische anwendungen gestartet habe. siehe da keine bluescreens mehr :D hab die graka bei 120°C gebrutzelt für 30 minuten. danach 10 minuten wie in der beschreibung im backofen bei offener tür abkühlen lassen. wärmeleitpaste drauf und ab geht die post. vielen vielen dank für euren tipp und allen anderen wünsche ich ebenfalls ein erfolgserlebnis

  • Tobias

    Auch ich hatte neben Aufbackbrötchen am morgen mein Mainboard aus einen dell Laptop am abend in der Röhre. Auf 150 Grad vorgeheizt bei einer Backzeit von 20 Minuten war das Ergebnis perfekt.

    Es verrichtet vorrerst wieder seine dienste, vorher hatte der Bildschirm nur einen schwarzen bildschirm ausgespuckt. Ich hoffe das bleibt auch noch so:)

    Danke für die anleitung und die vielen vorrigen erfolgskommentare