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  • 18Jun

    GTX570 Goes Silent – Aus Krawallmacher wird Leisetreter – Arctic Accelero Xtreme Plus Kühlerumbau

    Die aktuelle Highendkarte GTX570 von Nvidia hat schon ordentlich Wums unter der Haube. Das will natürlich gekühlt werden, was das Referenzdesign von Nvidia im Verhältnis recht gut meistert.

    Richtig leise ist das aber noch lange nicht…


    So zeigen wir euch heute ein Review, freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Winnie0601, wie ihr euer Biest zähmen könnt. (Das Review ist übertragbar auf alle GTX570 im Referenzdesign, ausgeschlossen sind unteranderem Gainward GTX570 GLH und Phantom)

    [box type=”info”]Dieses Review wurde von Winnie0601 erarbeitet und erstellt. Freundlicherweise hat er uns erlaubt das Review auf unserem Blog zu übernehmen und zu Veröffentlichen. Alle Rechte an Bildern sowie geistigen Eigentums und Illustrationen gehören Winnie0601. Ebenso übernehmen wir keine Haftung für die Richtigkeit und/oder Schäden die durch befolgen (oder nicht befolgen) des Tutorials/Reviews enstanden sind oder entstehen könnten. Bitte beachtet, dass die Herstellergarantie (ausgenommen EVGA) bei einem Kühlerwechsel erlischt![/box]

    Einleitung:

    Nach knapp 4 Jahren zuverlässiger Arbeit stand nun endgültig der langersehnte Grafikkartenwechsel an. Mit der 8800 GTX hatte ich zwar damals tief in die Tasche greifen müssen, doch ich war bis heute sehr zufrieden mit dem guten Stück Hardware. In Kombination mit dem Thermalright HR03+ wurde auch die Geräuschkulisse um ein sehr deutliches Maß gesenkt, wobei die Temperaturen eher denen des Stockkühlers entsprachen, aber so gesehen noch alles im grünen Bereich. Der Lüfter der Karte war an einer manuellen Lüftersteuerung angeschlossen und im Leerlauf auch soweit runter geregelt (ca. 7V), das er aus dem Gehäuse raus nicht zu hören war. Alle anderen Lüfter waren ebenfalls am gleichen Controllpanel angeschlossen und laufen bei 5V ebenfalls fast unhörbar. Zusammen mit einer SSD aus dem Hause Crucial und einem passiven Silverstone Nightjar 450W Netzteil kann ich sagen, dass mein System unter Windows fast keine Geräusche mehr von sich gibt.

    Auch die neue Grafikkarte sollte hier bei deutlich gestiegener Spieleleistung die gleiche Lärmemission erzeugen. Und nach langem hin und her und der Überlegung ob ich im grünen Lager bleibe oder doch zu AMD wechsel ist am Ende eine GTX 570 von EVGA übrig geblieben.
    Nur wusste ich, das ich mit dem Lärmpegel der GTX nicht zufrieden wäre, als wurde nach längerem Suchen der Arctic Cooling Accelero Xtreme Plus mit VR004 Kit für das Modell dazu gekauft.

    Nun werden in den nachfolgenden Abschnitten die GTX 570 mit der alten 8800GTX auf ihre Leistungsfähigkeit verglichen und auch der neue Riesenkühler muss sich gegen den Standardkühler beweisen.

    Das System:
    CPU: Intel Core i5 760 @2,80 GHz
    RAM: 8GB G. Skill DDR3-1333
    Mainboard: Gigabyte P55A-UD3
    SSD: Crucial Real SSD C300 128 GB
    HDD: Samsung M7 500GB im Scythe Quiet Drive 2,5“
    Netzteil: Silverstone Nightjar 450W (passiv)
    Gehäuse: Cooler Master Stacker 831 red
    Monitor: Dell U2711

    Kühlung:
    CPU: Prolimatech Mega Shadow mit Noiseblocker Multiframe M12-S2
    Gehäuse hinten: Noiseblocker Multiframe M12-S2
    Gehäuse vorn: Cooler Master 120 red
    Gehäuse oben: Scythe Slip Stream 800
    Lüftersteuerung: Zalman ZM-MFC1 Plus

    Alt gegen Neu: Performance

    Natürlich erwarte ich von meiner neuen Anschaffung einen deutlichen Performanceschub. Was ich für ein Produkt, das ca. 4 Jahre später auf den Markt kommt, auch voraussetze. Als Basis, die Performance zu überprüfen, nehme ich das Spiel Metro 2033 und 3DMark2006 (für Vantage fehlt mir die passende Lizenz).

    Die Werte habe ich mit fraps ermittelt, bei den Temperaturen im späteren Abschnitt wurde GPU-Z zur Hilfe genommen.

    Ich lasse einmal die Ergebnisse für sich sprechen. Die Auflösungen für Metro habe ich einmal die native Auflösung meines Monitors und die Auflösung mit der das Spiel mit meiner alten Karte einigermaßen spielbar war gewählt.

    Hier zeigt sich deutlich, wie die Technik sich weiterentwickelt hat. In allen Belangen ist die GTX 570 der 8800 GTX überlegen. Was sich ebenfalls im 3DMark widerspiegelt. Gerade unter DX10 schlägt sich der GF110 prächtig. Mit einen Vorsprung von unglaublichen 430% in der Auflösung 1600*900 sieht meine alte 8800GTX nur die Rücklichter. Zusätzlich wollte ich testen, wie sich meine Neuanschaffung unter DX11 verhält.

    Für fast alle erhältlichen Grafikkarten ist die Auflösung von 2560*1440 in Metro ein fast unmögliche Hürde, auch bei mir ist dies keine Ausnahme. Aber auch unter der kleineren Auflösung sieht das Spiel noch sehr gut aus und lässt sich hervorragend spielen.

    Alt gegen Neu: Leistungsaufnahme

    Meine große Frage oder auch Sorge war, ob mein Netzteil mit 450Watt und 35A auf der 12V Leitung ausreichend ist, um die GTX 570 ausreichend mit Saft zu betreiben. In vielen Tests wurden unter Last deutlich über 330 Watt für das gesamte System gemessen. Natürlich sind auch hier die 450Watt bei weitem noch nicht erreicht, doch ich wollte mein Netzteil nicht unbedingt ständig im hohen Lastbereich fahren.
    Aber wie sieht es nun bei mir aus? Ich selbst halte nicht viel davon Furmark und Prime gleichzeitig laufen zu lassen, da dies völlig praxisfern ist. Darum teste ich die Leistungsaufnahme meines Systems unter realen Speilegeschehen. Was hier Metro 2033 und 3DMark2006/Vantage sein wird. Und unter Metro 2033 erhielt ich auch die höchsten Werte, die nachfolgend im Diagramm zu ersehen sind. Die Leerlaufwerte entsprechen denen, die mein Messgerät 10 Minuten nach Systemstart angezeigt hat.

    Unter Windows zeigen sich natürlich die neuen Energiesparmechanismen, die auch in diversen Reviews schon festgestellt wurden. Knapp 35Watt weniger zieht das System aus der Dose. Was recht ordentlich ist, aber aus meiner Sicht immer noch verbesserungswürdig sein könnte, denn so wirklich viel verlangt ein Windows ja nicht von einer Karte. Hier müssen wohl die große Anzahl von Transistoren ihren Tribut zollen.

    Unter Last sieht das Ganze anders aus. Die gestiegene Performance zeigt sich auch in einem deutlich gestiegenen Stromverbrauch. Gut 50Watt mehr zieht jetzt mein System aus der Steckdose. Was einerseits ein ziemlich großer Sprung ist, aber immer noch weit unterhalb der Grenze meines Netzteils ist. Also können auch Besitzer von Markennetzteilen mit 400 bis 450Watt (ev. 350Watt) gut zu einer GTX570 greifen. Wie sich die Leistungsaufnahme aber unter Übertakten verändert, möchte ich an dieser Stelle mal außen vor lassen, da sich das nicht mit anderen gleichwertigen Systemen vergleichen lässt.

    Stock- gegen AC+: Installation

    Alle Performancetests habe ich noch mit dem Standardkühler durchgeführt und ich muss gestehen, dass ich sowohl unter Windows als auch unter Last den Lüfter deutlich gehört habe. Gerade nach der längeren Testphase fand ich den Lüfter, der bei ca. 1800U/min bzw. 50% lief ziemlich störend. Das hochfrequente Luftrauschen war hier nicht das Problem. Der Lüfter erzeugte hierbei ein sehr nerviges tief frequentes Brummen, was sogar über das Gehäuse und den Fußboden übertragen wird. Hier kann ich leider viele Aussagen nicht nachvollziehen, die sagen, das der Standardkühler der GTX570/80 noch angenehm leise sein soll, dies kann ich hier definitiv nicht bestätigen. Zwar nervt die Karte unter Windows nicht erheblich, aber sie ist hier trotzdem deutlich hörbar.

    Aber das war mir ja schon von Anfang an klar, darum habe ich nach einem alternativen Kühler Ausschau gehalten. Und ich probiere mit dem Arctic Cooling Xtreme Plus und dem zur GTX 570 passenden Erweiterungsset 4 das Problem Lärm zu lösen.

    Der Wechsel des Kühlers entwickelt sich leider etwas schwieriger als gedacht. Denn zuerst müssen eine Vielzahl von Schrauben gelöst werden, darunter auch gefühlte 20 Torx T6 Schrauben, die nicht jeder mit einem gängigen Schraubendreher-Set lösen kann. Diese Schrauben verbinden nämlich die Grundplatte des Kühlers mit dem PCB und müssen zwangsweise gelöst werden.

    Aber nachdem dieses Problem mit passendem Schraubendreher gelöst wurde und alle beschmutzten Bauteile gereinigt sind, erstrahlte die Platine im nackten Glanz.

    Ist diese Situation erreicht, gestaltet sich sie Montage äußerst einfach. Die richtigen Positionen der Kühlelemente zu finden gestaltete sich leicht von der an. Das Auftragen der Warmeleitpaste und das Andrücken der Bausteine war ein Kinderspiel. Nach er Trocknungszeit von ca. 60 Minuten saßen die Kühlelemente bombenfest.

    Nach dem Letzten Schritt, der Montage des GPU-Kühlers ist der Kollos bereit zur Arbeit. Im Vergleich zu meiner Vorgängerkarte wirkte die Karte richtig bullig, ich hoffe nur, dass nur zahme Töne von dem Monstrum erzeugt werden.

    Stock- gegen AC+: Temperaturen

    Ich war wirklich überrascht, als ich mir die Temperaturen über GPU-Z auslesen lies. Hier zeigt sich wirklich, was in dem Riesenkühler steckt. Die Grafik zeigt, wie sich die drei Kühler bei den gleichen Testbedingungen verhalten haben. Dabei musste ich überraschend feststellen, dass sich beim AC-Kühler nicht einmal die Drehzahl deutlich erhöht hat, sie erreichte in der ganzen Zeit maximal 1150 U/min.

    Ein Delta von 11° C unter Windows und 20° C unter Last sind schon ganz schöne Hausnummer. Im Vergleich zum Standardkühler und meiner alten Grafikkarte sind Temperaturen doch ein Wahnsinn.

    Viel kritischer waren in der Vergangenheit eher die Temperaturen der Spannungswandler. Leider sind bei den aktuellen Grafikkarten die Sensoren für diese Bauteile deaktiviert, weshalb man nur mutmaßen könnte, wie sich die Temperaturen unter den neuen oder auch alten Bedingungen verhalten. Dies werde ich an dieser Stelle aber nicht tun, ich hoffe einfach, dass diese auch mit der Modifikation im grünen Bereich liegen .

    Stock- gegen AC+: Lautstärke

    Leider muss ich vorwegnehmen, das ich an dieser Stelle leider keine Werte präsentieren kann. Auch wenn ich dienstlich mit Handschallpegeln der Firma Brüel & Kjær zu tun habe, kann ich mir privat leider keins dieser Modelle leisten und unsere Geräte sind leider nicht für den Privatgebrauch zu nutzen.
    Aus diesem Grund kann ich nur ein subjektives Empfinden über die Leistung des Kühlers geben. Die Darstellung der Lüfterdrehzahl könnte vielleicht eine kleine Auskunft über die Geräuschkulisse des Kühlers geben.

    Der Geräuschpegel hat sich wirklich deutlich zum Positiven verändert. Unter Windows ist mein Rechner wieder sehr angenehm. Alle Lüfter im Computer sind ungefähr gleich laut, wobei die Gehäuselüfter alle mit 5Volt betrieben werden. Diese Tatsache finde ich sehr positiv und hierbei zeigt sich schon, wie sehr sich die zusätzlichen 50€ gelohnt haben. Einzig ein leichtes Rattern, welches man aber nur bei 10 cm Entfernung wahrnimmt, ist vom AC+ zu hören.
    Und unter Last zeigen die Lüfter eine ähnlich starke Performance. Obwohl ich ca. 30 Minuten mit Metro 2033 beschäftigt war, änderte sich die Drehzahl nur marginal und stieg nur um 100U/min. Das ist ein wirklich erstklassiges Ergebnis

    Fazit:

    Hier kann ich ganz kurz und knapp sagen, dass ich nicht nur von meiner neuen Grafikkarte, sondern auch vom passenden Kühler mehr als begeistert bin.
    Jeder, der auch unter Geräuschempfindlichkeit leidet und gern ein leistungsfähiges aber leises System sein Eigen nennen will, kann bedenkenlos zugreifen. Dank der großen Kompatibilität wird dieser Kühler auch in der Kombination mit anderen starken Grafikkarten wie die HD5800,6800,6900 oder der GTX460/470/480/560/580 sehr gut Ergebnisse erzielen.

    Ich kann somit für die 50€ meine volle Kaufempfehlung für den Arctic Cooling Accelero Xtreme Plus aussprechen.

    __________________
    Winnie0601

    An dieser Stelle nocheinmal ein riesiges Dankeschön an Winnie0601 für dieses sehr gute Review. Wir behalten uns vor, den Beitrag weiter auszubauen und zu Aktualisieren. Verbesserungsvorschläge, Lob und Kritik nehmen wir gerne entgegen und leiten diese selbstverständlich auch weiter.

     

    derBlogPirat

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    Über den Autor: Dodo
    Hobby-Pirat und Klabautermann, berufener IT´ler... geboren mit der Maus an der Hand, interessierte ich mich bereits in jungen Jahren für Technik und IT. Meine Lebensphilosophie: Es gibt 10 Arten von Menschen auf dieser Welt. Die die Binär verstehen, und die die es nicht tun.