• 02Jun

    HowTo: Wasserkühlung richtig reinigen

    Wie die meisten wissen braucht eine Wasserkühlung ca alle 2 Jahre eine kleine Wartung. Diese ist nicht zwingend notwendig, hält die Wakü aber in Schuss.

    Warum reinigen?

    Nunja, zum einen kann es vorkommen das die Kühlflüssigkeit klumpt, sei es durch UV Einwirkung oder andere Umstände.
    Andere Gründe für eine Reinigung könnten Ablagerungen sein, oder wegen der Optik.
    Außerdem lohnt es sich die Wasserkühlung zu reinigen wenn man den Kreislauf sowieso um einen Kühlkörper erweitern möchte und dafür eh das Wasser ablassen muss.
    Desweiteren empfiehlt es sich vor dem Einbau neuer WaküHardware diese zu reinigen um etwaige Fertigungsrückstände oder Fremdkörper zu entfernen um somit das Risiko auf etwaige Kühlmittelausfälle zu reduzieren(Beispiel am Ende des HowTo zu sehen).

     

    [box type=”info”]Dieses HowTo wurde von chaoswave in zusamenarbeit mit empty und ruyven_macaran von ComputerBase erstellt. Sie haben uns freundlicherweise dieses Tutorial zur Verfügung gestellt. Alle Rechte an Bildern sowie geistiges Eigentum gehören chaoswave, empty und ruyven_macaran. Ebenso übernehmen wir keine Haftung für die Richtigkeit und/oder Schäden die durch befolgen (oder nicht befolgen) des Tutorials enstanden sind oder entstehen können. [/box]

     

    Inhaltsverzeichnis

    1. Was wird benötigt?
    2. Reinigung Radiator
    3. Reinigung CPU- und sonstige Kühler
    4. Reinigung AGB
    5. Prävention

     

    Was wird benötigt?

    * Einweghandschuhe, kein Muss
    * einen guten Fettlöser (hier Cillit Bang grün)
    * einen Kalk- und Schmutzlöser (hier Cillit Bang orange)
    * einen Trichter zum leichteren Einfüllen
    * Destilliertes Wasser
    * und eine alte Handzahnbürste
    * eine Dusche mit abschraubbarem Duschkopf
    * die zu reinigende Hardware
    * und noch was zum trocken machen

    Handschuhe sind kein Muss, die Mittel sind nur nicht gerade angenehm wenn sie längere Zeit Kontakt zur Haut haben.

     

    Reinigung eines Radiators

    Vorbereitung:
    Man erstellt 1:3 Mischungen (hier Volumen: Beispiel: man nimmt 0.1 L des zu verdünnenden Stoffes, hier das CB und füllt auf 0.3 L auf mit dem Lösungsmittel, hier das Wasser.) Natürlich orientiert man sich am Fassungsvermögen des zu reinigen Teils.

    Cilit-Bang grün (um Lötfette und andere unpolare Rückstände zu entfernen)
    Cilit-Bang orange (um die Oxidschicht auf den Kupferteilen des Radiators zu entfernen.)
    Danke an empty!

    Widmen wir uns zu erst dem Radiator.
    Als erstes Schrauben wir die Plastikschrauben heraus.
    (diese sind natürlich nur dann eingeschraubt wenn der Radiator neu ist )

    Dann nehmen wir uns den Schlauch und spülen mit ihm erst einmal den Radiator grob durch.

    Das restliche Wasser lassen wir noch schnell ablaufen.
    Dann schnappen wir uns den Fettlöser und füllen ihn in den Radiator.

    Dafür kann man den Trichter nehmen, geht aber auch ohne.
    Dann einfach den Radiator voll machen, zwischendurch den Radiator mal drehen und wenden damit sich das Cillit Bang in allen Ecken und Winkeln verteilt.

    Dann stellen wir uns noch einen Timer.
    Einwirkzeit 5-10 Minuten

    Nach den 7 Minuten kommt wieder der Duschschlauch zum Einsatz. Kurz das Cillit Bang ausspülen und die Reste raustropfen lassen.

    Dann wiederholen wir den Vorgang mit dem orangen Cillit Bang.
    Aber Achtung: das Cillit Bang MAXIMAL 5 Minuten einwirken lassen.

    Einwirkzeit:
    Warum die genau angegebenen Einwirkzeiten einhalten?
    Wirkt der Reiniger zu lange im Radiator, oder sonstsigen zu reinigenden Gegenständen, kann er nicht nur Produktionsrückstände ablösen sondern im schlimmsten Falle auch die Struktur des Kühlkörpers angreifen.

    Dann wieder das Prozedere mit dem Duschschlauch wiederholen und diesmal ganz gründlich ausspülen. Es muss alles raus.

    Wenn alle Reste raus sind und ihr euch sicher seid, dass kein
    Reiniger mehr im Radiator ist nehmt ihr euch das destillierte Wasser.
    Mit dem spülen wir den Radiator dann noch einmal durch.

    Danach den Radiator trocknen und auch auf dem Kopf stellen damit das restliche Wasser abfließt, sofern ihr den Radiator nich sofort wieder einbaut.
    Vergesst nicht auch die Lamellen zu trocknen.

    Reinigung von CPU- und sonstigen Kühlern

    Wie einige sicher schon wissen besitzen diese Kühler eine sehr feine Struktur. Hier können sich über die Zeit Partikel ansammeln. Das beeinträchtigt zum einen den Durchfluss und zum anderen die Kühlleistung. Das sich hier Partikel oÄ sammel und den Kühler “verstopfen” ist eher selten.

    Warum fasse ich diese Kühler zusammen? Ganz einfach. Weil der Ablauf bei allen der selbe ist.
    Zu erst muss der Kühler aufgeschraubt werden. Dazu müssen auf der Rückseite die Schrauben gelöst werden.
    Dann den Deckel abnehmen und schon können wir loslegen.
    Jetzt kommt die Zahnbürste zum Einsatz. Mit ihr schrubben wir einfach die feine Lamellenstruktur der Kühler frei.
    Zum Schluss alles noch einmal mit dest. Wasser durchspülen und dann wieder zu schrauben. Fertig.

    Achtung: Bei einigen Herstellern geht die Garantie verloren wenn die Kühler geöffnet werden.

    Reinigung eines AGB’s:

    Auf die Kühlleistung hat diese Reinigung gar keinen Einfluss. Sie dient einzig der Optik und der Entfernung von Schmutzpartikeln oder sonstigen Rückständen.

    Eigentlich reicht hier ein normales Durchspülen mit Wasser um den Schmutz zu entfernen, allerdings kann der AGB nach und nach durch den Einsatz mit farbingen Kühlmitteln trüb werden oder sich verfärben. Für Casemodder und Optikverrückte natürlich ein NoGo , Abhilfe schafft hier Plexiglaspolitur.
    Bei RöhrenAGB’s sollte die Politur einfach in der Anwendung sein.
    Bei 5,25″ AGB’s wirds dann leider etwas knifflig. Am einfachsten geht es hier mit Pfeifenreinigern oder ähnlichen Gegenständen.
    Durschspülen mit dest. Wasser nicht vergessen!

    Mögliche Prävention und Erleichterung der Reinigung

    Es besteht die Möglichkeit einen Filter einzubauen, diesen gibt es bei namenhaften Versendern für ca 6€.
    Der Filter ist so aufgebaut, dass er alle “größeren” Partikel herausfiltert.
    Einfach Filter aufschrauben. Sieb herausnehmen und säubern. Sieb wieder einlegen. Alles zuschrauben und fertig!
    Ein Filter sammelt große Partikel und kann die Reinigung zu erleichtern, bei neuer Kühlhardware empfiehlt sich aber trotzdem immer eine Reinigung vor dem Einbau.

    PS: Das hier hat Chaoswave aus seinem Radiator gespült (rechts). Somit sieht man, dass eine vorherige Reinigung schon Sinnvoll ist.

     

    Hiermit geht nocheinmal ein ganz herzliches Dankeschön an chaoswave, empty und ruyven_macaran für diese sehr gelungen Anleitung zur Reinigung von Wasserkühlungen. Wir behalten uns vor, den Beitrag weiter auszubauen und zu Aktualisieren. Verbesserungsvorschläge, Lob und Kritik nehmen wir gerne entgegen und leiten diese selbstverständlich auch weiter.

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    der BlogPirat

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    Über den Autor: Dodo
    Hobby-Pirat und Klabautermann, berufener IT´ler... geboren mit der Maus an der Hand, interessierte ich mich bereits in jungen Jahren für Technik und IT. Meine Lebensphilosophie: Es gibt 10 Arten von Menschen auf dieser Welt. Die die Binär verstehen, und die die es nicht tun.